+++Nächster Termin zur Öffnung des Bunkers: Sonntag, der 13. Mai 2012, 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Wir freuen uns Sie dort zu begrüssen!!!+++

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   Fort X
 

Anschrift: 50670 Köln, Neusser Wall 33

KVB: Linien 12 und 15, Haltestelle Lohsestraße (600m Fußweg), Linien 5, 16 und 18, Haltestelle Reichensperger Platz (450m Fußweg), Buslinie 140, Haltestelle Worringer Straße

PKW: nur sehr eingeschränkt Parkmöglichkeiten

GPS-Koordinaten: 50.957064, 6.961575

Nach der Vertreibung der napoleonischen Truppen und als Folge des Wiener Kongreß fielen die Rheinlande 1815 an Preußen. Im gleichen Jahr wurde vom Preußischen König verfügt Köln zu befestigen. Dabei wähle man die "neupreussische Manier", eine Form der Stadtbefestigung mittels vorgeschobener - vor die Stadtmauer "geschobener" - Forts.
 
Das Fort X wurde zwischen 1819 bis 1825 in einem Abstand von etwa 900 Meter vor der Stadtmauer errichtet und erhielt am  9. September 1825 den Namen Prinz Wilhelm von Preußen.
 
Der Grundriß von Fort X ist in Köln einzigartig. Eine dreieckige Bastion, in dessen Innenseite ein halbkreisförmiges Kernwerk („Reduit") mit drei Geschütz - Etagen eingebettet ist und an welchem sich eine seitliche, zweistöckige Geschützaufstellung („Traditor“) anschließt. Ebenso sind zur Grabenverteidigung in die feindwärts gelegene Mauer („Kontereskarpe“) des Grabens an zwei Stellen Geschützaufstellungen („Reverskaponieren") eingelassen. Zur Eingangsverteidigung wurde vor den Graben ein geschützter Waffenplatz errichtet, der so genannte Kehltambour. Die Mannschaftsstärke im Krieg sollte etwa 300 Mann betragen.
 
Nachdem durch die Neuerungen in der Waffentechnik weiterreichende Geschütze, Hinterlader mit gezogenem Rohr,  zum Einsatz kamen, wurde schnell klar, der Abstand der Forts zur Stadtmauer
nicht ausreichend war. Deshalb wurde beschlossen einen weiteren Gürtel von Festungen in einem Radius von ca. 6 km um den Stadtkern herum zu errichten. Die alte Stadtmauer wurde anschließend aufgegeben und eine neue in der Höhe des bisherigen Festungsgürtels angelegt.
 
Dieser von 1882 bis 1891 erbaute und fortan als "Stadtumwallung" bezeichnete Verteidigungsbereich bezog auch das Fort X bis zu seiner Schleifung im Jahr 1911in seine Anlagen ein.
 
Dazu brauchte es jedoch einige Veränderungen: Der stadteinwärts liegende Graben wurde angeschüttet und der Waffenplatz zwischen Kernwerk und Bastion - der "Enveloppe" - verengt. Dies schützte zwar die Substanz des Kernwerkes, machte aber die Geschützaufstellung des Erdgeschosses des Kernwerkes unbrauchbar.
 
Heute befindet sich auf seiner Enveloppe ein Rosengarten.
 
Die Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e.V. ist bemüht- in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Ämtern der Stadt Köln -, das Fort X in wesentlichen Teilen zu erforschen und wissenschaftlich freizulegen.
Schon seit vielen Jahren legt dabei eine Gruppe von Mitgliedern die unterirdischen Gänge und Hohlräume frei, säubert sie von Abfällen und Schutt und dokumentiert die dabei aufgefundenen historischen Fundstücke.
Im Jahr 2009 begonnen, soll auch im Jahr 2010 die Defensionsgalerie unterhalb des linken Flankenwalls weiter erforscht und freigelegt werden. Ebenso ist die Eröffnung des ursprünglichen Infanterieausganges
zur Eskarpen - Defensionsmauer - am linken Frontwall hin zur Haubitzbatterie auf der Bastionsspitze Ziel der diesjährigen Arbeiten der Forschungsgruppe "Festungsbau" der Arbeitsgemeinschaft. Dabei werden
ständig die bisherigen Forschungsergebnisse erweitert - so wird zum Beispiel der Grundrißplan immer wieder dem jeweils erhobenen Befund angepaßt. Auch die einzelnen Baustufen werden durch die Ausgrabungen
sichtbar und daher nachvollziehbar - von der "Ursubstanz" über den Anschluß an die Stadtumwallung, der Umbau in ein "grünes Fort" bis zum Behelfsluftschutzbau im 2. Weltkrieg. Das alles gilt es zu erforschen,
dokumentieren und für die Nachwelt zu erhalten. Denkmalschutz und Naturschutz werden dabei ebenso berücksichtigt, wie auch dem berechtigten Interesse der Kölner Bevölkerung entsprochen.
 
Daher berichtet und zeigt die AFK e.V. regelmäßig die Ergebnisse und führt interessierte Bürger durch die Ausgrabungen und lädt sie ein, durch eine Mitgliedschaft und eine kompetente Anleitung, aktiver Teil
dieser spannenden Reise durch das historische Köln zu sein.
 
Fotos: D.Wolfrum, W.Pitzler

 

 

 

Termine

 

Mai 2012

Stammtisch

- 10.05.

Bunker geöffnet

- 13.05.

Vortrag

- 18.05.

 

Juni 2012

Bunker geöffnet

- 10.06.

Stammtisch

- 14.06.

Fortis Colonia

- 16./17.6.

 

Juli 2012

Bunker geöffnet

- 08.07.

Stammtisch

- 12.07.

 

"Geschichte zum Anfassen"