+++Nächster Termin zur Öffnung des Bunkers: Sonntag, der 13. Mai 2012, 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Wir freuen uns Sie dort zu begrüssen!!!+++

AFK Aktuelles Führungen Forum Kontakte Festungen Impressum Links Videos Sponsoren Archiv

Home
Nach oben
Berlin
Germersheim
Ingolstadt
Köln
Minden
Ulm

   Festungen in Deutschland

Um die Festungsbauwerke in ihrer Zeit bewerten zu können, seien hier einige Weg weisende deutsche Festungsbaumeister in alphabetischer Reihenfolge genannt: 

Deutschland

·        Dürer[1], Albrecht, geb. 21. Mai 1471,gest. 6. April 1528. Dürers Vielseitigkeit als Künstler steht fast ohne Beispiel da. Er war nicht bloß Maler, Kupferstecher und Zeichner für den Holzschnitt, sondern er verstand sich auch auf Architektur und Bildhauerei. Auch dem Kriegswesen blieb Dürer nicht fremd. Seit Einführung der Feuerwaffen der erste Schriftsteller über Festungsbau, war er an Scharfblick und Erfindungsgabe von keinem der gleichzeitigen Ingenieure übertroffen. Seine vollkommen eigenartigen Ideen bei engem Anschluss an die in den alten Stadtbefestigungen gegebenen Grundlagen enthalten schon alle bei den neuen deutschen Befestigungen maßgebenden Gedanken. Sie haben auch später Berücksichtigung gefunden. Auch als Schriftsteller trat Dürer auf, namentlich in den letzten Jahren seines Lebens. Seine Werke sind u.a.: »Geometrie, Underweysung der Messung mit dem Zirkel und Richtscheut in Linien, Ebenen und ganzen Körpern« (Nürnb. 1525, mit 63 Figuren; nachgedruckt zu Arnheim 1603; »Etliche Underricht zur Befestigung der Stett, Schloß und Flecken« (Nürnb. 1527, mit 19 Holzschnitten; lat., Par. 1535; neue Ausg., Berl. 1823, mit 13 lithographierten Tafeln).

Preußen:

·        Brese-Winiary[2], Johann Leopold Ludwig von, geb. 9. Sept. 1787, gest. 5. Mai 1878. Er  trat 1805 in die Ingenieurakademie, wurde 1807 Offizier, nachdem er sich im Minenkrieg bei Verteidigung von Danzig ausgezeichnet, und war 1813 beim Angriff auf Danzig tätig. 1819–32 war er Chef der Ingenieurabteilung des Kriegsministeriums, entwarf um 1828 den Plan für das Fort Winiary bei Posen und legte, seit 1832 Inspekteur einer Festungsinspektion, auch die Projekte für die dortige Stadtbefestigung in der neuen preußischen Befestigungsmanier (1844) dar. Inzwischen war B. auch bei der Reorganisation des Ingenieurkorps und der Pioniere wesentlich beteiligt. Seit 1841 Ingenieurinspekteur, schuf er die Befestigung von Lötzen und Königsberg und verstärkte Köln durch Forts. Er wurde 1849 zum Generalinspekteur der Festungen, Chef des Ingenieurkorps und Generalleutnant ernannt. Nachdem er 1856 den Adel mit dem Beinamen Winiary erhalten, wurde er 1858 General der Infanterie und trat 1860 in den Ruhestand.

·        Bodt[3], Jean de, Architekt, geb. 1670 in Paris, stand seit 1700 in preußischen Diensten, wurde 1714 Kommandant von Wesel, wo er namentlich im Festungsbau tätig war, trat 1728 in kursächsische Dienste und starb 1745 als Generalfeldzeugmeister in Dresden. Er gab dem Berliner Zeughaus (s. Tafel »Architektur XII«, Fig. 2) seine jetzige Gestalt, erweiterte das Schloß in Potsdam und leitete den Bau des Japanischen Palais in Dresden. Vgl. Steche, Pläne für das königliche Zeughaus und ein königliches Stallgebäude zu Berlin; aus dem Nachlaß des Generals de B. (Berl. 1891).

·        Prittwitz[4], Moritz von und Gaffron, geb. 9. Febr. 1795, gest. 21. Okt. 1885. Er studierte seit 1812 in Breslau, 1813 preußischer Ingenieuroffizier, war bei Belagerungen beschäftigt, 1815 zur Okkupationsarmee in Frankreich, 1818 zum Festungsbau nach Koblenz kommandiert, 1828 Festungsbaudirektor in Posen, leitete seit 1841 den Bau der Festungen Ulm und Rastatt und die Wiederherstellung der Burg Hohenzollern. Er ist der Begründer der neupreußischen Befestigungsweise, deren Grundsätze in den »Prittwitzschen Blättern« (»Beiträge zur angewandten Befestigungskunst«, 1836) niedergelegt sind. 1851 kam er als Inspekteur der 1. Ingenieurinspektion nach Berlin, war 1851–56 Mitglied des Hauses der Abgeordneten, 1858 zum Generalleutnant befördert, 1860 zweiter Generalinspekteur des Ingenieurkorps und der Festungen und nahm 1863 den Abschied. Während des deutsch-französischen Krieges 1870/71 war er Gouverneur von Ulm. Er schrieb: »Über allgemeine Landesbewaffnung« (Ulm 1848); »Über die Verwendung der Infanterie bei Verteidigung der Festungen« (Berl. 1858); »Andeutungen über die künftigen Fortschritte und die Grenzen der Zivilisation« (2. Aufl., das. 1855); »Lehrbuch der Befestigungskunst und des Festungskrieges« (das. 1865).

·        Altpreußische Befestigungsmanier, begründet vom Kriegsbaumeister Walrawe[5] (1728) und Friedrich der Große. Charakteristisch sind der tenaillierte Grundriss, ein schmaler, tiefer Graben, ein gedeckter Weg, die offensive Verteidigung begünstigend; Abwendung von dem reinen bastionierten Grundriss. Die Altpreußische Befestigungsmanier findet sich unter andern in den Festungen Magdeburg, Glogau, Neisse, Glatz.


[1] Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 303-305.

[2] Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1905, S. 393-394.

[3] Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1905, S. 134.

[4] Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 16. Leipzig 1908, S. 355-356

[5] Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 51

 

Termine

 

Mai 2012

Stammtisch

- 10.05.

Bunker geöffnet

- 13.05.

Vortrag

- 18.05.

 

Juni 2012

Bunker geöffnet

- 10.06.

Stammtisch

- 14.06.

Fortis Colonia

- 16./17.6.

 

Juli 2012

Bunker geöffnet

- 08.07.

Stammtisch

- 12.07.

 

"Geschichte zum Anfassen"